Forschungsprojekte

  • Einfluss der Beleuchtung auf unsere Intensivpatienten MELicu-Studie (Melatonin in Intensive Care Unit) startet am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

    Melatonin ist ein Hormon, welches im Gehirn gebildet wird. Dieses Hormon wird lichtabhängig gebildet, will heißen – wenn es dunkel ist wird mehr gebildet als am Tag. Melatonin hatte vielfältige Funktionen in unserem Körper, die gerade bei intensivmedizinischen Patienten relevante Auswirkungen haben könnte. Wir möchten gerne untersuchen, in wie fern die künstliche Beleuchtung, der unsere Intensivpatienten ausgesetzt sind, die Hormonbildung verändert. Weiterhin möchten wir erfahren, ob wir eine messbare Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus herbeiführen. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit mit den Pflegekräften der Intensivstation essentiell und sehr wertvoll.
    Unter diesen Fragestellungen haben wir in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlern der Universitätsklinik Bonn eine Studie begonnen, in welcher wir mit einem speziellen Gerät das patientennahe Licht messen sowie das Melatonin im Urin bestimmen. Das spezielle Gerät der Lichtmessung ist von Wissenschaftlern der Hochschule Luzern in der Schweiz entwickelt worden. Diese unterstützen uns auch bei der Auswertung der Daten.
    Darüber hinaus haben wir eine Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München aufgebaut, welche einige der Hormonbestimmungen mit uns durchführen. Nachdem die Ethikkommission der Universitätsklinik Bonn zugestimmt hat und die Ethikkommission der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz informiert worden ist, können wir nun mit den ersten Untersuchungen starten.
    Als ein Ziel am Ende einer Reihe von Untersuchungen könnte eine angepasste Beleuchtung für unsere Intensivpatienten stehen, denn diese erblicken zum Teil wochenlang kein direktes Tageslicht. Hier stehen wir jedoch noch ganz am Anfang der Untersuchungen. Dabei sind erste Herstellerfirmen schon auf unser Forschungsprojekt aufmerksam geworden.

    Für die Forschungsgruppe auf der anästhesiologischen Intensivstation am Standort Kemperhof – Patrick Kassenbrock, Carina Rech und Dr. Stefan Müller.

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Zuletzt aktualisiert am: 07.05.2018
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