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Mit einer gemeinsamen Abendveranstaltung im Kemperhof machten sich die Koblenzer Kranken-häuser und die Herzstiftung für die Aufklärung von Patienten und deren Angehörigen stark (von links): Dr. Dietmar Burkhardt (Ev. Stift St. Martin), Dr. Waldemar Bojara (Kemperhof), Dr. Osman Balta (Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur), Maria Dahms (Deutsche Herzstiftung) und Oberstarzt Prof. Dr. Richard Feyrer (Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz).

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung

Koblenzer Krankenhäuser machen sich stark für Herzpatienten

Der erste Anfall kann mit heftigen Schlägen bis in den Hals hinauf, Druckgefühl im Brustkorb, Schwächegefühl und Luftnot bei sonst leichten Tätigkeiten wie beispielsweise Treppensteigen auftreten. Das Herz schlägt dann meistens völlig unregelmäßig und schnell mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute: Vorhofflimmern ist mit über 1,8 Millionen Betroffenen in Deutschland die häufigste Herzrhythmusstörung. Dementsprechend gut besucht war die gemeinsame Veranstaltung der Koblenzer Krankenhäuser, unterstützt von der Deutschen Herzstiftung, im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Kemperhof. Die Referenten waren Chefarzt Dr. Dietmar Burkhardt aus dem Ev. Stift St. Martin, Oberstarzt Prof. Dr. Richard Feyrer vom Bundeswehrzentralkrankenhaus und Chefarzt Dr. Osman Balta vom Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur. Chefarzt Dr. Waldemar Bojara aus dem Kemperhof führte durch das Programm.

An diesem Abend wurde deutlich, wie eng Vorhofflimmern mit dem Auftreten von Schlaganfällen verbunden ist und welche Möglichkeiten die Mediziner und die Patienten heute haben, um dies zu verhindern. „Einer Änderung des Lebensstils kommt entscheidende Bedeutung zu“, so Dr. Dietmar Burkhardt und appellierte zu körperlicher Bewegung, Normalisierung eines erhöhten Körpergewichts, gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und dem Meiden von Genussgiften wie Alkohol und Nikotin. „Der größte Risikofaktor für den Schlaganfall ist der hohe Blutdruck“, betonte Dr. Osman Balta.Für die Behandlung von Vorhofflimmern stehen heute viele spezielle Therapien zur Verfügung. Hier hat es in den vergangenen Jahren große Fortschritte gegeben.“ Er erklärte unter anderem die Notwendigkeit zur Hemmung der Blutgerinnung in Abhängigkeit des Risikos. Weiterhin wurden auch die Alternativen besprochen, die bei Patienten bestehen, die keine gerinnungshemmende medikamentöse Therapie vertragen. Hier kommen einpflanzbare Schirmchen in das sogenannte Vorhofohr zur Anwendung oder die inzwischen hochtechnisierte Katheterablation. Das ist ein kathetergestützter Spezialeingriff am Herzmuskelgewebe, mit denen krankhafte elektrische Erregungsherde verödet und dadurch riskante Herzrhythmusstörungen beseitigt werden können. Über herzchirurgische Möglichkeiten sprach Prof. Dr. Richard Feyrer, denn „Vorhofflimmern kann im Rahmen von Herzoperationen, wie etwa Bypass- oder Herzklappeneingriffen, auch vom Herzchirurgen durch Vorhofablation erfolgreich behandelt werden.“ Dabei wird an bestimmten Stellen der Herzvorkammern mittels kontrollierter Energieeinwirkung das Gewebe erwärmt und damit in seinen elektrischen Eigenschaften dauerhaft verändert.

Auf die Frage, was man selbst tun kann, um Vorhofflimmern zu erkennen, gibt es die Antwort: Den Herzschlag regelmäßig kontrollieren. Entweder mit einem Blutdruckmessgerät oder über das Tasten des Pulses am Handgelenk. Wie das geht, zeigt die Pulskarte der Deutschen Herzstiftung: Zunächst bleiben Sie fünf Minuten ruhig sitzen. Dann suchen Sie mit dem Zeige- und Mittelfinger an der Innenseite des Unterarms unterhalb des Daumens die Unterarmarterie. Zählen Sie den Puls 30 Sekunden lang und verdoppeln Sie das Ergebnis. Zu bestellen ist diese Karte kostenfrei unter www.herzstiftung.de/puls-messen oder per Telefon unter 069 955128400.

Pressemitteilung

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Zuletzt aktualisiert am: 26.04.2017
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